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Wetterstationen

Digitale Wetterstationen

Digitale Wetterstationen bestehen aus zwei oder mehreren getrennten Teilen:

  • der Basisstation, die die Daten empfängt und auswertet
  • den Sensoren für die Messdaten und die zugehörige Datenübertragung

Die Sensoren werden an den gewünschten Messpunkten platziert, an denen die Sensoren Daten sammeln und zur Basisstation übermitteln. Die Basisstation empfängt die Daten entweder über Kabel oder meist per Funk und zeigt sie auf einem LCD-Display an. Bei vielen Geräten werden die Daten darüber hinaus für eine bestimmte Zeit gespeichert und können so bei Bedarf wieder aufgerufen werden.

Aufwändige (und teurere) Stationen übertragen die Daten auch in einen PC und/oder liefern zusätzlich oft auch eine genäherte Wettervorhersage für die nächsten Stunden.

Die meistens verwendeten Sensoren sind im Einzelnen:

  • Thermometer (innen und außen)
  • Hygrometer (oft innen und außen)
  • Barometer (meistens innen)
  • Regenmesser und Windmesser (Anemometer) (außen)

Manche dieser Systeme bieten weitere Messmöglichkeiten wie für Bewölkung oder Strahlungsbilanz, manche Geräte sind mit Webcams ausgerüstet.

Einfache Wetterprognose

Mithilfe des Luftdrucks erstellen können digitale Wetterstationen eine Wetterprognose erstellen, die das kommende Wetter genähert vorhersagt. Eine solche Prognose basierend nur aufgrund der Drucktendenzwerte ist jedoch meistens eher unzuverlässig, da viele der für das Wetter verantwortlichen Faktoren hierbei unberücksichtigt bleiben.

Modernere Stationen berücksichtigen zumindest noch den Verlauf der Temperatur, manche sogar alle außen gesammelten Daten. Solche Prognosen sind zuverlässiger und treffen lokal in 70 bis 90 Prozent der Fälle die richtige Vorhersage.

Die amtlichen Wetterprognosen erreichen demgegenüber eine höhere Zuverlässigkeit der Prognosen, diese gelten auch für größere Regionen und sind ergänzt mit präziseren Angaben zu Temperatur, Wind und Regenmenge.

Sensoranbindung

Werden die Sensordaten per Funk übertragen, geschieht das meistens über die vielbenutzte Frequenz 433 MHz des 70-Zentimeter-Bandes. Andere Funkgeräte, die ebenfalls auf diesem ISM-Band senden, können den Empfang somit empfindlich stören.

Bei Funkübertragung der Messdaten ist die Reichweite meistens nicht sehr hoch, zumal wenn mehrere Wände zu durchdringen sind. Außerdem benötigen bei Funkübertragung alle Sensoren eine eigene Stromversorgung, diese kann jedoch bei manchen Geräten und bei geringem Verbrauch mit Solarzellen erfolgen.

Kabelgestützte Systeme haben diese Probleme nicht, allerdings müssen dann die Kabel lang genug sein, um bis zu den Sensoren zu reichen, und bei höheren Ansprüchen geeicht werden.

Vorteile digitaler Stationen

Die Daten können bequem vom Haus aus erfasst werden, wobei viele eintönige und regelmäßig wiederkehrende Arbeiten wie auch Übertragungsfehler, wie z.B. durch eine fehlerhafte Ablesung der Messwerte entfallen.
Die Speicherung und Digitalisierung der Messwerte über einen längeren Zeitpunkt geschieht automatisch. Moderne Geräte profitieren von geringen Unterhaltungskosten, insbesondere durch die Personaleinsparungen.

Nachteile digitaler Stationen

  • Stromversorgung erforderlich
  • Falsche Daten (z. B. durch Laub oder Schmutz im Regenmesser, Vogelkot auf dem Globalstrahlungssensor etc.) kommen immer wieder vor und eine manuelle Überprüfung der Messapparaturen ist daher oft ebenso notwendig wie bei analogen Wetterstationen
  • Wetterverlauf wird bei einfachen Modellen nicht beobachtet

 

 
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